Konfigurationssoftware

Die Grundkonfiguration der Prozesssysteme wird auf PC-kompatiblen Rechnern erstellt und über eine Schnittstelle zum Regelungssystem übertragen. Die erstellten Konfigurationen sind optional kopiergeschützt, d.h. das Konfigurations-Know-how kann nicht ohne Zustimmung auf andere Systeme übertragen werden.

Das aktuelle Konfigurationsprogramm stellt alle Funktionen auf einer Windows©-basierten Benutzeroberfläche zur Verfügung und gestattet die gewohnte Windows©-Bedienung. Die integrierte Hilfe arbeitet sowohl kontextsensitiv als auch in Übersichtsform mit Suchfunktionalität. Die notwendige Software wird fachkundigen Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf werden von uns individuelle Schulungen gerne angeboten.

Die Konfigurationssoftware bietet dem Nutzer folgende Möglichkeiten:

Die Eingangsbeschaltungen der im Prozesssystem enthaltenen analogen und digitalen Eingangskarten können beliebig ausgewählt und miteinander kombiniert werden. Die Funktionen der Ein- und Ausgänge werden ebenfalls in der Konfiguration festgelegt. Die Konfiguration erfolgt über Programmierung in einer AWL-ähnlichen Programmiersprache. Dadurch sind Änderungen und spätere Anlagenerweiterungen jederzeit einfach und kostengünstig möglich.

Der Aufbau von Regelkreisen erfolgt durch eine einfache symbolische Konfiguration. Die in einer Auswahl zur Verfügung stehenden Regelkreisblöcke besitzen fertige Schnittstellen, um mit der integrierten SPS zu kommunizieren. Durch das Erstellen sogenannter “assoziierter Anlagen” können später Verfahrensprogramme mit minimalem Konfigurationsaufwand für mehrere gleichartige Anlagen verwendet werden. Integrierte Kontrollfunktionen dienen der Fehlersuche und der Optimierung. 

Zur besseren Überwachung der Prozesse können gewünschte Darstellungen am Regelungssystem wie Liniendiagramme oder Trendanzeigen vorbereitet werden. Prozess- und Anlagenschaubilder, in die numerische oder Trendanzeigen, Meldelampen oder farbliche Markierungen integriert werden können, dienen zur Darstellung des aktuellen Prozesszustandes. Neben einer dialog-gestützten Konfiguration dieser Visualisierungselemente besteht auch die Möglichkeit, die Elemente in einer tabellarischen Auflistung zu bearbeiten. Des Weiteren stehen die üblichen Funktionen wie Kopieren und Einfügen, sowie das gleichzeitige Verschieben mehrerer Objekte zur Verfügung.

Kurze Fehlermeldungen und Alarme können zur Anzeige im Prozesssystem konfiguriert werden; dazu können Hilfetexte generiert werden, die dem Bediener der Anlage Unterstützung zur Reaktion auf die aktuelle Situation geben. Über entsprechende Verknüpfungen in der SPS ist auch ein automatisches Reagieren durch das Regelungssystem möglich.

Die interne SPS kann alle Funktionen moderner speicherprogrammierbarer Steuerungen durchführen. Hierzu steht ein zur S5© sowie S7© kompatibler Grundbefehlsvorrat zur Verfügung. Für spezielle Problemstellungen kann auf einen erweiterten Befehlssatz zurückgegriffen werden. Die Programmierung erfolgt in der bekannten AWL-Struktur. Zur Kontrolle steht ein Online-Debugger zur Verfügung, der mittels Objektcode-Darstellung und Variablen-Überwachung das Testen der erstellten Steuerung ermöglicht. Zur besseren Übersicht können bis zu acht Sets von überwachten Variablen angelegt werden, zwischen denen bequem per Mausklick gewechselt werden kann.

Durch die Konfiguration von Prozessphasen kann der Anlagenbauer sein spezielles Know-how dem Betreiber zur Verfügung stellen und damit ein auf die Anlage individuell und optimiert eingestelltes Steuer- und Regelungssystem anbieten. Alle notwendigen Steuerfunktionen werden automatisch in den Hintergrund gesetzt. Durch das Entscheidungsbaumprinzip für die spätere Programmeingabe werden unlogische Eingaben durch den Betreiber verhindert.

Formate und Symbole können in verschiedenen Kategorien bequem angelegt und konfiguriert werden. Die Formate werden später Symbolen zugeordnet, die für Block Ein-/Ausgänge verwendet werden können. Neben der normalen Konfiguration besteht für Formate die Möglichkeit, diese von einem Hauptformat abzuleiten. Dabei werden die Ober- und Untergrenzen, sowie die Darstellungsform übernommen. .

​In bestimmten Anlagen werden Schrittketten zur Steuerung von Abläufen verwendet. In diesem Programmteil können diese Schrittketten im Automatikbetrieb visualisiert und im Manuellbetrieb von Hand gesteuert werden. Die Funktion des Programmteils “Schrittketten” hängt stark von der Konfiguration für die Anlage ab und kann nicht allgemein für alle Anwendungsfälle beschrieben werden.​

Für Prozessregler ab der 4100er Serie besteht die Möglichkeit ein Projekt in verschiedene Sprachen zu übersetzen. Diese können bequem im Konfigurationsprogramm eingegeben und im Regelungssystem zur Laufzeit umgeschaltet werden. Eine vollständige Unicode-Unterstützung ermöglicht in diesem Zusammenhang auch die Nutzung z.B. asiatischer Zeichensätze.

Bestehende Regelungssystem-Konfigurationen aus der 4001/8er-Serie können problemlos auf modernere Serien übertragen werden. Bestehende Visualisierungen können dabei auf Wunsch automatisch konvertiert werden.

Für die Kommunikation der Konfigurationssoftware mit dem Prozessregelungssystem stehen diverse Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. So kann die Verbindung direkt über eine serielle Schnittstelle (RS232), per Modem oder auch per TCP/IP hergestellt werden. Somit steht auch der Nutzung moderner Netzwerke und/oder VPN-System nichts im Wege.

Dokumentations-Assistent:

Die demig Projekt Dokumentation deprodok dient der Darstellung eines konfigurierten Prozessregler-Projekts. Die gewünschten Daten werden aufbereitet und in einen übersichtlich formatierten, druckbaren Text (PDF) umgewandelt. Folgende Bereiche stehen dabei zur Auswahl:

  • Blockkonfiguration
  • Symbole
  • Formate
  • Schaubildinformationen
  • Alarmtexte/Meldungen
  • Schreiberinformationen
  • Symbolische Programmierung
  • Anlagensymbole

          

Konfigurationsprogramme
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Bedienungsanleitungen

Anleitung config_dt

Manual config_en

ab    V 12.2

from V 12.2