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Gründerakademie auf Entwicklungspfaden von demig
Dienstag 22.Mai 2001 Siegener Zeitung

Selbstständige in spe informierten sich über Anfänge des Weidenauer Betriebs

Siegen. Besser vorbereitet in die Selbstständigkeit. Das ist das Ziel der Gründerakademie, einer zweiwöchigen Seminarreihe, die sich speziell an Absolventen aus dem Hochschulbereich wendet. Veranstalter ist der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre kleiner und mittlerer Unternehmen der Universität Siegen. Das Rahmenprogramm unterstützen verschiedene Unternehmen aus der Region. So gastierten vor kurzem elf interessierte Teilnehmer der Gründerakademie bei der Firma demig Prozessautomatisierung GmbH in Weidenau, die zusammen mit dem S-Siegerlandfonds 1 Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG zu diesem Treffen eingeladen hatte. Auf dem Programm standen Fragen der Unternehmensführung- und -finanzierung.
1985 nach Siegen gezogen
Nichts ist so spannend wie die Realität. Als Diskussionsgrundlage dienten deshalb Situationen aus der Unternehmenshistorie der Gastgeberin, die von strategischer Bedeutung waren. 1977 in Köln gegründet, verlagerte die Gesellschaft 1985 ihren Firmensitz nach Siegen. Ausschlaggebend hierfür war die Beteiligung durch den S-Siegerlandfonds 1. Fonds, eine 100-prozentige Tochter der Sparkasse Siegen, stellt Eigenkapital auf Zeit zur Verfügung. Der Fonds trägt damit Unternehmensrisiken voll mit. Damals benötigte die Fa. demig Kapital zum Aufbau neuer Geschäftsfelder.
Lob für den S-Siegerlandfonds 1
Im Rückblick hat sich die Beteiligung des S-Siegerlandfonds 1 als Glücksgriff erwiesen, so Joachim Herbst, geschäftsführender Gesellschafter der Firma demig. "Denn hierdurch konnte die Basis für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung gelegt werden." Heute ist die Weidenauer Firma ein etabliertes Unternehmen, das seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Steuer- und Regelungssysteme für verschiedenste Industriebereiche entwickelt. Wichtig war allerdings, dass demig zum Zeitpunkt der Beteiligung über gute Perspektiven verfügte. Dies macht Marion Bangard, Geschäftsführerin des S-Siegerlandfonds 1, deutlich.
Marktreife und Persönlichkeiten
"Ausschlaggebend für unser Engagement waren mehrere Faktoren. Zum einen hatte das Unternehmen schon damals technisch ausgereifte Produkte für den Markt. Genauso bedeutend war aber auch die persönliche und fachliche Kompetenz der Unternehmer."
Kooperation muss erst eingeübt werden
Übereinstimmend betonten Bangard und Herbst, dass die Kooperation anfangs sozusagen eingeübt werden musste - was schließlich immer besser gelungen sei. Aus der jahrelangen Beteiligung resultieren auch heute noch eine Vertrauensbasis, die noch zu spüren sein, obwohl sich der Fonds zum Jahresanfang 2000 absprachegemäß komplett aus der Firma demig zurückgezogen habe. Damit konnte der Fonds zwei seiner Philosophien gerecht werden: Bereitstellung von Chancenkapital auf Zeit und Förderung des Strukturwandels in der Region durch die Ansiedelung auswärtiger Unternehmen.
Die Teilnehmer der Gründerakademie verfolgten mit Interesse die Schilderungen von Bangard und Herbst. Mancher mag dabei bereits an sein Unternehmen gedacht und das vorgestellte Erfolgsmodell im Geist auf seine Existenzgründung übertragen haben.

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